Integration e. V.
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MABE :   Aktive und sozial konstruktive Methode für die Bekämpfung sexuellen, homophoben und ethnischen Bullyings an Schulen

 

EINFÜHRUNG

In den letzten Jahren hat Bullying in unterschiedlichsten Facetten den Sprung in die Medien geschafft und damit einen sozialen Alarm ausgelöst.

Kinder und Jugendliche, die zu erweiterten sozio-kulturellen Gruppen gehören, sind mehr und mehr von Bullying betroffen und das Phänomen entwickelt sich ständig weiter. Während in der Vergangenheit fast ausschließlich junge Menschen aus benachteiligten Familien Opfer von Bullying waren, ist es heute in einem bedrohlichem Ausmaße auch in anderen sozialen Klassen auf dem Vormarsch.

Der Grund für diese Entwicklung hängt vermutlich mit dem Auftreten neuer sozialer Variablen zusammen, wie kulturelle Diversität – aufgrund des immer größer werdenden Phänomens der Einwanderung - Unterschiede in sexueller Orientierung, einer Behinderung und anderen Formen der Vielfalt, die zu Stereotypen werdend, fruchtbaren Nährboden für Erscheinungen von Gewalt und Jugendkriminalität bieten.

Wegen dieser Situation beabsichtigt das Projekt "Aktive und gesellschaftlich konstruktive Methode zur Bekämpfung der sexuellen, homophoben und ethnischen Bullyings an Schulen", co-finanziert von der Europäischen Union im Rahmen des Daphne Projekts, alle Mitglieder der Schulgemeinschaft mit Lehrern und Schülern zu beteiligen.

Ziel des Projektes ist es, gemeinsame Pfade für Bullying-Prävention zu kreieren und in die Praxis umzusetzen, gerichtet auf die Bekämpfung eines solchen Verhaltens durch Eingriffe in angemessener und wirksamer Weise, immer dann, wenn es notwendig ist.

Das Projekt wurde im Januar 2010 gestartet und wird von der Universität Ca’ Foscari in Venedig koordiniert

Es wird über zwei Jahre durchgeführt, und auf der Basis einer europäischen Untersuchung zum Thema Bullying, zielt es darauf verschiedene Trainingsaktivitäten aufzubauen, um Lehrer und Schüler für das Thema zu sensibilisieren.

Die Neuheit des Projekts liegt in der Idee, dass die Prävention und Bekämpfung

 

 

des Phänomens des Bullying auf einem System von Aktionen auf Grundlage von3 Säulen basiert.

Die erste Säule betrachtet die Notwendigkeit eine vertiefende Schulung zum Thema zu entwickeln und dieses Lehrern anzubieten. Hintergrund dieser Wahl ist die Wichtigkeit für Lehrer und nicht-formale Erzieher zu erlernen, wie man mit einer Reihe von Instrumenten umgeht, so dass Inhalte, die Methodik und Bewertung der Qualitäts-Anforderungen erfüllt werden können und das Phänomen in einer korrekten und bewussten Weise besser angegangen werden kann. Durch diese Schulung haben Lehrer die Möglichkeit zum Erwerb von nicht nur grundlegenden theoretischen Kenntnissen, sondern auch einer Reihe nützlicher Praktiken bezüglich des Themas.

Die zweite Säule, Schwerpunkt des Projekts, liegt im Bewusstsein, dass die Prävention von Bullying über die mögliche Kompetenz von Lehrern und Erziehern hinausgeht, und dass Schüler wie auch ihre Eltern geeignete Instrumente benötigen, um ein besseres Verständnis für das Phänomen zu bekommen, um derartige Situationen zu verhindern.

Zur Erreichung dieses Ziels, hat das Projekt einen Peer-edukativen und einen Problem-lösenden Ansatz, mit dem es möglich ist Schüler und ihre Familien aktiv zu involvieren und ihnen auf diese Weise mehr Verantwortung zu geben.

Die dritte Säule basiert auf der Idee der Schaffung einer Gemeinschaft, die gemeinsame Praktiken zum Thema Bullying mit Fachleuten der formalen und nicht-formalen Bildung etabliert. Die Gemeinschaft wird während der Ausbildungsphase entstehen, durch die Beteiligung von Subjekten in Online-Diskussionsforen und wird durch Mobilität und Austausch von Erfahrungen ergänzt.

Das Projekt umfasst auch kulturelle Initiativen, Dramen und Freizeitaktivitäten als Mittel für die Sensibilisierung des Themas der Gewalt und fordert die lokale Gemeinschaft dazu auf, an dem Projekt teilzunehmen. Der gleiche Ansatz wird auf europäischer Ebene durch die Organisation eines internationalen Festivals der "Erzählenden Kunst von Bullying" angesetzt.

AKTIVITÄTEN

Das Mabe-Projekt fördert eine Reihe von ergänzenden Aktivitäten, die dazu beitragen, die Ziele zu erlangen, die die Grundlage seiner Entwicklung sind. Nach einer ersten analytischen Phase, um ein besseres Verständnis der Dynamik des Phänomens Bullying zu bekommen, wird eine Reihe von speziell gestalteten Lernwegen entwickelt, mit dem Ziel der Beteiligung, der Sensibilisierung und der Schulung aller betroffenen Personen, d.h. Lehrer, Schüler und Familien.

Studie

Die Studie besteht aus einem Fragebogen zum Thema Bullying mit ihren verschiedenen Formen (Bezug auf ethnische, geschlechtliche, homophobe und

behindernde Facetten) und wird online in zehn europäischen Ländern mit einer Stichprobe von 10.000 Kindern und Jugendlichen, verteilt auf 100 Schulen, durchgeführt. Der Fragebogen wird unterstützt durch semi-strukturierte Interviews und Gruppen-Interviews.

Training

Die Schulungen, angeboten für unterschiedliche Zielgruppen, beruhen alle auf der gleichen Methode, d.h. auf interaktiver Pädagogik - auf der Erfahrung von Teilnehmern -, einem Problem-lösenden Ansatz, Kreativität und der gemeinsamen Entwicklung von Wissen.

Insbesondere der Lernprozess basiert auf der Verwendung einer partizipativen Forschungs- und Aktionsmethode (PRA) eines autobiographischen, narrativen und gesellschaftlich konstruktiven Ansatzes. Der Mehrwert dieser Methode ist die Möglichkeit sich systematisch körperlicher, verbaler und gestischer Gewalt von Schülern zu nähern.

Die verschiedenen Ausbildungs-Aktivitäten werden durch ein System der kontinuierlichen Bewertung geprüft. Dies schließt eine Ex-ante Bewertung mit ein, die insbesondere die ersten Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen analysiert; eine „In-progress“ Bewertung und eine abschließende Bewertung, die darauf abzielt, die erworbenen Qualifikationen der Teilnehmer am Ende des Kurses und die Auswirkungen des Lernprozesses aufzuzeigen.

Master Kurs

Eine der wichtigsten Produkte dieser Ausbildung ist die Einsetzung eines I. Level Master Kurses "Experten in der Verhütung und Bekämpfung jugendlicher Gewalt". Der Master Kurs wird eine gemischte Struktur haben und bildet im Maximum 60 Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter, interkulturelle Vermittler und Jugendzentrum-Betreiber aus.

Der Master Kurs erlaubt:

1) Vertiefendes Wissen über das Phänomen jugendlicher Gewalt

2) Die Aneignung einer Serie von methodologisch funktionierenden Hilfsmitteln um jugendliche Gewalt zu verhindern und zu bekämpfen.

3) Die Aneignung von Wissen und Fähigkeiten um die differenten Aspekte von Gewalt bei der Organisation von formellen und nicht-formellen Erziehungskursen zu verstehen

4) Die Aneignung von Fähigkeiten um konkrete präventative Maßnahmen für Konflikte innerhalb der schulischen Gemeinschaft in die Praxis umzusetzen

 

Das endgültige Ergebnis des Kurses beabsichtigt, die Teilnehmer mit Fähigkeiten auf theoretischer Ebene und vertieftem Wissen auf dem Gebiet und dem Phänomen jugendlicher Gewalt, sowie sie mit den aktuellsten Methoden zur

Verhütung und Begrenzung dieses Phänomens im Bereich formaler und nicht formaler Bildung, auszustatten.

Aus funktionaler Sicht sollten die Teilnehmer in der Lage sein zu: (a) einer systematischen Integration der verschiedenen Aspekte von jugendlicher Gewalt in formelle und informelle Bildungs-Projekte; (b) Entwicklung und Durchführung von Methoden zur Vorbeugung und Bekämpfung von Gewalt (Aktionspläne, Erklärungen, Strategien, Schulungen, Animationen, etc,); (c) Bewertung von Politiken zur Verhütung und Bekämpfung jugendlicher Gewalt.

PEER-ERZIEHUNG

Die Ausbildung von Schülern innerhalb und außerhalb der Schule ist nicht genug um das Phänomen von Bullying zu bekämpfen. Aus diesem Grund wurden Peer Erziehungs-Maßnahmen ins Leben gerufen, um junge Mentoren zu trainieren. Dies sind Menschen, die fähig sind, das Phänomen des Bullyings zu bekämpfen und dabei schwächere Schüler zu unterstützen.

Peer-Erziehung, wie es in der Ausbildung bei Thematiken aus Bereichen sensibler Fragen wie Bullying, benutzt wird, ist eine wichtige pädagogische Strategie um Transferprozesse, von Wissen, von Emotionen und Erfahrungen einiger Schüler mit Anderen zu einem egalitären Status, zu aktivieren. Diese Praxis, wie sie in Bezug auf sensible Theman wie Bullying verwendet wird, ist in der Lage Hindernisse zu überwinden, die für gewöhnlich die traditionelle Ausbildung charakterisieren, um eine authentischere Diskussionen zwischen Peer-Gruppen und Schulklassen zu ermöglichen.

Dieser erzieherische Prozess hat das konkrete Ziel der Identifizierung junger Mentoren und einer Ausbildung zur Umsetzung von Mentoringprogrammen gegen Bullying.

BEST PRACTICES

Der Raum, der den „Best Practices“ gewidmet ist, beinhaltet die wirkungsvollsten Erfahrungen und die am wirksamsten erzielten Ergebnisse, die während der Projektphasen, aber auch während anderer Arten von Erfahrungen mit Bullying gemacht wurden. Ziel ist es, das Bewusstsein der sozialen Gesellschaft über das Phänomen zu informieren.

Der innere Wert der „Best Practices“ liegt in der Tatsache, dass sie wiederholt werden kann. Deshalb, ist dieser Raum ein wichtiges Mittel um Erfahrungen über Bullying zu sammeln, und in der gleichen Zeit, diese in der gesamten Zeit nachhaltig zu verbreiten.

Erprobung

Die Erprobungsphase besteht aus zwei Phasen:

Die erste Stufe umfasst eine Platzierung und eine Projektarbeit für Pädagogen und Lehrer, die im Bereich der formalen und nicht-formalen Bildung arbeiten. Sie besteht in der Projektierung und Erprobung neuer Module und Lehr-Einheiten in ihren eigenen Klassen. Diese wird auch eine kurze Einführung zu Bildung für Vielfalt bieten, mit dem auf innovative Weise umgegangen wird. [...]

Die Erprobungstätigkeiten werden über ein dichtes Netz von Verbreitungsmaßnahmen für die Offenlegung von Ergebnissen und Aktionen des Projektes durch Artikel, Berichte und Verbreitungstreffen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, effizient.

Quinzaine

Das vorrangige Ziel des 15-tägigen europäischen Treffens der Erzählungskunst des Bullying ist es, eine Sensibilisierung für das Thema in der Öffentlichkeit zu erreichen. Dies soll durch ein europäisches Festival über jugendliche Erzählungen zum Thema erfolgen, welches in Italien stattfinden wird.

In den Tagen des Festivals werden Schüler zusammen mit ihren Eltern zu Akteuren und Protagonisten von Geschichten, die durch ihre persönlichen Erfahrungen helfen werden, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Themas zu lenken. Die Initiative beabsichtigt Aktivitäten, angefangen von zeitgenössischen Kunst-Workshops, zu Tanz und Theater. Das Hauptziel ist es, Folgen von Gewalt zu dekonstruieren und Energien in eine bedeutende und konstruktive Weise zu kanalisieren. Die Veranstaltung wird eine wichtige Gelegenheit sein, um den Austausch von Erfahrungen zwischen den Fachleuten aus den verschiedenen Ländern, die über experimentelle Aktivitäten involviert sind, zu ermöglichen.

 

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